Track #5: Politik der Zivilgesellschaft: Community Organizing und Graswurzel-Bewegungen
 Trackleitung: Renate Schnee, Bassena, Wien und Michael Rothschuh, Forum Community Organizing; Link
‚Community Organizing‘ bedeutet, sich als Interessensgemeinschaft selbst zu organisieren, um eigene Anliegen durchsetzen zu können. Vor allem in den USA blickt diese Selbstorganisation auf eine lange Tradition in der Gewerkschafts- und BürgerInnenrechtsbewegung zurück, die durchaus mit den Anfängen der Sozialdemokratie vergleichbar scheint. Der Begriff erstreckt sich von der Gemeinwesen- und NachbarInnenschaftsarbeit, die im neoliberalen Staat oft als Lückenbüßerin fungiert, bis hin zum organisierten Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Wie bei Graswurzel-Bewegungen handelt es sich um „bottom-up“ Organisationsformen, die in Zeiten der Parteien- und Politikverdrossenheit in Mode kommen.
*Potential der Zivilgesellschaft: Was können derartige Bewegungen und Initiativen leisten und auf welcher Grundlage basieren Sie? Wie können Strategien des Community Organizings im korporatistisch geprägten Europa zur solidarischen Organisierung von Anliegen eingesetzt werden?
*Inspiration der Zivilgesellschaft: Wie sollen etablierte politische AkteurInnen (Staat, Parteien, Gewerkschaften, …) mit der „Konkurrenz von unten“ umgehen, was können sie von ihr lernen?
*Sozialdemokratie und Zivilgesellschaft: Inwiefern ist die Geschichte der Sozialdemokratie die Geschichte eines zivilgesellschaftlichen Projekts? Sind die Anfänge der Sozialdemokratie, in Form von ArbeiterInnenbildungsvereinen und ersten gewerkschaftlichen Zusammenschlüssen mit dem Grundgedanken des ‚Community Organizing’ kompatibel oder handelt es sich heirbei um zwei völlig unterschiedliche Aspekte politischen Handelns?
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